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Warum ich mich politisch engagiere
Viele Menschen und auch Freunde, denen ich im Gespräch begegne, schütteln
entweder mit dem Kopf oder hinterfragen zumindest kritisch, wenn ich
Ihnen erzähle oder sie erfahren, dass ich nicht nur politisch engagiert,
sondern dazu auch noch SPD-Mitglied bin.
In
meiner Generation stelle ich damit leider eine Art
Rarität dar. Dass es aber wichtig ist, dass sich junge Leute
zumindest für das politische Geschehen um sie herum interessieren,
war schon immer eine meiner Ansichten. Denn auch und insbesondere als
junger Mensch hat man die Möglichkeiten oder sogar ein Stück
weit auch die Pflicht, etwas verändern zu wollen. Denn mit dem
Interesse der (jungen) Bevölkerung an Politik sinkt und steigt
schließlich auch deren Qualität und Nutzen für die Menschen. Vom auf der Couch sitzen verändert sich
zwar auch die Welt, aber eben ohne die eigene Mitwirkung. Das wollte
ich nicht. Und daher bin ich 2003 der SPD
beigetreten.
Weitere junge Menschen gerade hiervon zu motivieren ist das Hauptziel meiner
politischen Arbeit - dem versuche ich politische Aktivitäten stets
unterzuordnen.
Seitdem
ich mich für Politik interessiere, stehe ich der Sozialdemokratie
inhaltlich nahe. Beeindruckt
hat mich dabei die Geschichte und Tradition
der SPD mit ihrer heute knapp 150-jährigen
Geschichte, die so keine der heute noch existierenden Parteien
in Deutschland vorweisen kann. Die SPD, gegründet 1863 durch Ferdinand
Lassalle,
war die einzige, die beispielsweise gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz
stimmte und deren Mitglieder dafür später im Untergrund gegen den
Nationalsozialismus ihr Leben aufs Spiel setzten. Auch nach Ende des
Krieges resignierte die Partei nicht, sondern wirkte tatkräftig beim Aufbau eines neuen, demokratischen
Deutschlands mit und prägte durch ihre programmatischen
Positionierungen stets den aktuellen Zeitgeist mit - sei es das Godesberger Programm oder auch die umstrittene Agenda
2010. Die SPD-Bundeskanzler Willy Brandt,
Helmut Schmidt und auch Gerhard Schröder, aber auch viele andere
Sozialdemokraten, versuchten auf ihre Weise Freiheit,
Gerechtigkeit und Solidarität in politische Taten umzusetzen und standen persönlich
dafür ein. Für
die Umsetzung genau dieser sozialdemokratischen Werte möchte auch
ich
eintreten.
Auf keiner Ebene
des politischen Systems ist die Möglichkeit zur direkten
Mitgestaltung so groß wie vor Ort in der Kommunalpolitik. So sind es auch eher die vermeintlich kleinen Dinge, die Kommunalpolitik ausmachen. Aber trotz
zunehmender Abgabe von Kompetenzen auf höhere Ebenen kann man das
Leben vor Ort gestalten. Ich möchte diese Möglichkeiten
nutzen.
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Mein Parteibuch
Geschichte der SPD
Quelle:
Chronologie auf der Homepage der
Bundes-SPD
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