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Warum ich mich politisch engagiere
"Von der Couch aus lässt sich wunderbar die Welt betrachten. Ich stehe
auf, um sie ein klein wenig zu verändern. SPD und vor allem Jusos mit
jungen und engagierten Menschen sowie neuen Ideen bieten mir hierfür die
meisten ideologischen Schnittmengen, mittels dieser ich auch andere von
politischer Teilhabe und Engagement überzeugen will."
Viele Menschen und auch Freunde, denen ich im Gespräch begegne, schütteln
entweder mit dem Kopf oder hinterfragen zumindest kritisch, wenn ich
Ihnen erzähle oder sie erfahren, dass ich nicht nur politisch engagiert,
sondern dazu auch noch SPD-Mitglied bin -
und das auch noch im eher konservativ geprägten Rheingau!
Dies
soll für mich aber freilich kein Hinderungsgrund sein, mich
hier im Rheingau-Taunus-Kreis und in meiner Stadt Oestrich-Winkel
politisch in der SPD und bei den Jusos
zu engagieren. Denn schließlich betreibe ich Politik ja auch nicht
aus beruflichem Interesse heraus, sondern aus dem Bestreben, mit meinem
politischen Engagement etwas in meiner Region "bewegen" zu können.
In
meiner Generation stelle ich damit leider eine Art
Rarität dar. Dass es aber wichtig ist, dass sich junge Leute
zumindest für das politische Geschehen um sie herum interessieren,
war schon immer eine meiner Ansichten. Denn auch und insbesondere als
junger Mensch hat man die Möglichkeiten oder sogar ein Stück
weit die Pflicht, etwas verändern zu wollen. Denn mit dem
Interesse der (jungen) Bevölkerung an Politik sinkt und steigt
schließlich auch deren Qualität und Nutzen für die Menschen. Vom auf der Couch sitzen verändert sich
zwar auch die Welt, aber eben ohne die eigene Mitwirkung. Das wollte
ich nicht. Und daher bin ich 2003 der SPD
beigetreten.
Weitere junge Menschen gerade hiervon zu motivieren ist das Hauptziel meiner
politischen Arbeit - dem versuche ich politische Aktivitäten stets
unterzuordnen.
Seitdem
ich mich für Politik interessiere, stehe ich der Sozialdemokratie
inhaltlich nahe. Beeindruckt
hat mich aber auch die Geschichte und Tradition
der SPD mit ihrer heute über 145-jährigen
Geschichte, die in dieser Art und Weise neben der deutschen
Sozialdemokratie keine der heute noch existierenden Parteien
in Deutschland vorweisen kann. Die Partei, gegründet 1863 durch Ferdinand
Lassalle,
war die einzige, die beispielsweise gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz
stimmte und deren Mitglieder dafür später im Untergrund gegen den
Nationalsozialismus ihr Leben aufs Spiel setzten. Auch nach Ende des
Krieges resignierte die Partei nicht, sondern wirkte tatkräftig beim Aufbau eines neuen, demokratischen
Deutschlands mit und prägte durch ihre programmatischen
Positionierungen stets den aktuellen Zeitgeist mit - sei es das Godesberger Programm oder auch die Agenda
2010. Die SPD-Bundeskanzler Willy Brandt,
Helmut Schmidt und auch Gerhard Schröder, aber auch viele andere
Sozialdemokraten, versuchten auf ihre Weise Freiheit, Solidarität und
Gerechtigkeit in politische Wirklichkeit umzusetzen und standen persönlich
dafür ein.
Für
die Umsetzung genau dieser sozialdemokratischen Werte möchte auch
ich heute in kleinerem Rahmen und auf niedrigerer Ebene persönlich
eintreten. Und diese Arbeit fängt in der Kommunalpolitik an,
wo die Politik noch „nah am Bürger“ ist und deren
Probleme, Wünsche und Anregungen aufnehmen und versuchen kann, sie
auch politisch umzusetzen. So sind es auch eher die vermeintlich
"kleinen Dinge", die Kommunalpolitik ausmachen: Sei es die kommunale
Wasserversorgung, der Erhalt von Grünanlagen,
Kinderspielplätzen, Bädern, Sportstätten und Schulen
oder die Ausweisung bzw. Begrenzung von neuem Bauland. Auf keiner Ebene
des politischen Systems ist die Möglichkeit zur direkten
Mitgestaltung so groß wie vor Ort in der Kommunalpolitik. Trotz
zunehmender Abgabe von Kompetenzen auf höhere Ebenen kann man das
Leben vor Ort gestalten. Ich möchte diese Möglichkeiten
nutzen, um die Zukunft meiner und darauf folgender Generationen mit zu
gestalten.
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Mein Parteibuch
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